raum.4 gestaltet räume

TRETEN SIE EIN

Wort und Wirkung

ZUHAUSE ANKOMMEN

verschiedene Blickwinkel

BESPRECHNUNG AM MODELL

Meister in Handwerk und Design

Profitieren Sie von unserem umfassenden Know-how

Wir bei raum.4 sind Meister im Handwerk und studiert in der Gestaltung. Unsere Kunden schätzen vor allem unsere Praxisnähe und Perfektion. Eine Raumgestaltung vom Meisterdesigner trifft den Zeitgeist und orientiert sich optimal an den Bedürfnissen der Menschen, die in den jeweiligen Wohn- und Geschäftsräumen leben und arbeiten.

Meisterdesigner darf sich übrigens nennen, wer zusätzlich zum Meisterbrief ein sechssemestriges Studium an der Akademie für Handwerksdesign in Aachen erfolgreich abgeschlossen hat. Das Selbstverständnis der Akademie basiert auf der Verantwortung des Meisterdesigners für die Kultur unseres Alltags. Leitlinien sind der verantwortungsvolle Umgang mit den verwendeten Materialien unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten sowie die Berücksichtigung der individuellen ästhetischen und funktionalen Ansprüche der Benutzer.

Schwerpunkte des Meisterdesigner Studiums sind unter anderem technische Kenntnisse aus verschiedenen Werkbereichen, Kunst- und Designgeschichte, Designtheorie und Wahrnehmungslehre, Zeichnen, Farbgestaltung, Flächengestaltung, Objektfotografie, plastisches Gestalten, Ergonomie, Entwurf und Konzeption von Projekten, Computerunterstützes Entwerfen und Präsentation. Hinzu kommen im Studienbereich Unternehmensführung unter anderem Betriebswirtschaft und Recht sowie Schutz- und Verwertungsrechte.

Im Interview mit Anita Nowak und Henning Schäle erfahren Sie interessante Details über das Studium der beiden Meisterdesigner.

Unser Weg zum Meisterdesigner

„Wir haben alle Möglichkeiten genutzt“

Anita Nowak und Hennig Schäle, die Gründer von raum.4 haben an der Akademie für Handwerksdesign in Aachen studiert. Wie nachhaltig dieses inspirierende Designstudium seither ihre Arbeit prägt, verraten die beiden Meisterdesigner im Gespräch.

Was hat Sie dazu motiviert an der Akademie für Handwerksdesign zu studieren?

Anita Nowak: 1996 hatte ich in meiner Keramikwerkstatt schon zehn Jahre Gefäße gefertigt und war auf der Suche nach Anregungen. Ich wollte etwas Neues dazulernen und ganz neue Wege gehen.

Henning Schäle: Nach meiner Arbeit als Möbelschreiner haben mich die kreativen Möglichkeiten an der Akademie für Handwerksdesign gereizt: Unabhängig von den beruflichen Voraussetzungen konnten wir mit allen Materialien arbeiten und alle Werkstätten nutzen.

A. Nowak: Wir haben mit Lehm, Holz, Metall und Papier gearbeitet, haben fotografiert, gezeichnet, Siebdruck gemacht, Raumobjekte realisiert und Ausstellungskataloge erstellt. Wir haben aber auch an der Akademie gekocht und legendäre Feste gefeiert.

 

Das hört sich nach einer Zeit des kreativen Freiraums an.

H. Schäle: So war es auch, und wir haben die Freiräume genutzt. Weil das Studium für uns äußerst anregend war, haben wir fast jeden Tag auf dem Dreiseithof verbracht, in dem die Akademie und die Werkstätten untergebracht sind.

A. Nowak: Das Studium zum Meisterdesigner ist zwar als dreijähriges Teilzeitstudium gedacht, wir haben allerdings Vollzeit studiert. Ich hatte ein Stipendium und konnte so meinen Unterhalt bezahlen. Wir mussten nebenbei nicht jobben und haben die drei Jahre sehr genügsam gelebt.

H. Schäle: Genügsam waren wir im Studium allerdings nicht. Für uns waren die kreativen Freiräume, das Studieren genau das Richtige. Wir haben uns mit Kunstgeschichte, Designtheorie oder Farbgestaltung anhand konkreter Projekte beschäftigt.

 

An welchen Projekte haben Sie im Studium gearbeitet?

A. Nowak: Ich habe anfangs mit neuen Materialien gearbeitet, zum Beispiel mit Papier oder Geflecht. Erst am Ende des Studiums bin ich wieder zu meinem Ursprungsmaterial zurückgekommen, allerdings in ganz anderen Größendimensionen. Meine Examensarbeit war eine große halbrunde Wand aus Lehm, die im Garten der Akademie aus dem Boden „gewachsen“ ist. Sie war nicht auf Dauer angelegt, ist nach und nach verfallen und der Lehm ist inzwischen längst wieder Teil des Gartens geworden. Die Arbeit ist übrigens ein gutes Beispiel dafür, dass wir meistens in Gruppen gearbeitet und von anderen gelernt haben: Henning war eine große Unterstützung für den Bau der Holzverschalung für die Stampflehmwand.

H. Schäle: Gemeinsam mit einer Kommilitonin habe ich eine Kunstinstallation mit 50 zweibeinigen Tischen aus Pappe und Dachlatten gebaut, unter der man hindurchschreiten konnte. In einem anderen Projekt habe ich Herrenunterhosen einer Dinganalyse unterzogen und von verschiedenen Herstellern 50 Unterhosen zu Studienzwecken erhalten. Zum krönenden Abschluss haben wir eine Modenschau der modernen Herrenunterwäsche inszeniert.

A. Nowak: Wir haben viele Dinge gemacht, von denen wir vorher keine Ahnung hatten. Deswegen mussten wir manchmal auch Umwege gehen, das eine oder andere ist auch grandios gescheitert. Aber auch daraus haben wir gelernt. Alle unsere Projekte sind übrigens mit Skizzen und Fotos, in Katalogen oder Originalbüchern dokumentiert.

 

Das hört sich sehr kreativ an. Was haben Sie daraus gelernt?

H. Schäle: Das war es auch. Unsere freien Arbeiten mussten entworfen, geplant und dokumentiert werden. Und: Am Ende mussten sie „funktionieren“: Bei allen Projekten ging es immer um die Eigenschaften von Material und Farbe und um ihren Bezug im Raum. Diese wichtigen Erfahrungen aus dem Studium prägen heute noch unsere Affinität zur Architektur.

A. Nowak: Das offene Denken, das freie Entwerfen und Experimentieren, auch mal einen Umweg gehen – das alles haben wir für unsere Arbeit beibehalten. Am Ende kommen wir immer auf den Punkt und finden eine praktikable und anspruchsvolle Lösung für unsere Kunden.

H. Schäle: Anders gesagt: Wir haben an der Akademie nicht nach Rezepten gearbeitet und machen das auch heute nicht.

 

Wie ging es nach dem Studium weiter?

A. Nowak: Am Ende des Studiums habe ich mich gefragt, wie es weitergehen kann: Entweder in Richtung freie Kunst oder in den angewandten Bereich.

H. Schäle: Wir haben uns nach dem Studium dafür entschieden kundenspezifische Projekte zu realisieren. Wir wollen funktionale und inspirierende Räume zum Wohnen und Arbeiten entwerfen, planen und gestalten. Die Ausführung realisieren wir zum Teil selbst und in Kooperation mit einem breiten Netzwerk unterschiedlichster Gewerke. Oftmals entstehen im Entwurfsprozess die ersten Prototypen oder Materialverbindungen im eigenen Atelier.

A. Nowak: Wir machen das gerne und sehr gut. Zukünftig möchten wir das Kreative und Außergewöhnliche noch mehr nach vorn bringen und unsere Kunden mit grafischer Raumgestaltung und brillanten Lichtinstallationen begeistern.